Der Versand von einem Päckchen oder einem Paket innerhalb Deutschlands kann ganz unterschiedliche Kosten mit sich bringen. Die Kosten unterscheiden sich dabei nicht nur in Bezug auf die Größe oder das Gewicht des Paketes. Auch bei den verschiedenen Versandunternehmen gibt es teilweise große Unterschiede. Ein Vergleich kann sich hier durchaus lohnen.

DHL – der bekannteste Versanddienstleister in Deutschland

DHL

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Wer ein Paket versenden möchte, der denkt in erster Linie erst einmal an DHL. Mit einen weltweit großen Transportnetz und einer Laufzeit von durchschnittlich einem bis zwei Tagen bietet DHL die besten Voraussetzungen für eine schnelle Lieferung. Zudem ist der Komfort für den Versender ganz besonders groß. Auch in Gebieten mit einer geringeren Einwohnerdichte stehen Filialen oder Packstationen zur Verfügung. Gegen einen Aufpreis holt DHL die Pakete zudem zu Hause ab. Der Empfänger wird direkt zu Hause beliefert. Ist er nicht da, kann er eine zweite Zustellung beantragen oder das Paket in der nächstgelegenen Filiale abholen. Auch die Lieferung zu einer Packstation ist möglich.

Päckchen können innerhalb von Deutschland ab einem Preis von 3,95 Euro versendet werden. Pakete mit versichertem Versand werden innerhalb Deutschlands ab einem Preis von 6,99 Euro angeboten. Wer sich für die Online-Frankierung entscheidet, der kann Pakete auch ab 4,99 Euro versenden. Pakete sind bis zu einem Warenwert von 500 Euro versichert.

Hermes – der schnelle Paketbote

Auch Hermes arbeitet über ein eigenes Transportnetz und arbeitet zusätzlich dazu noch mit verschiedenen Subunternehmern zusammen. Über das eigene Transportnetz können bis zu 30 Länder beliefert werden. Wer gerne und viel online unterwegs ist, der kann den Paketschein auch direkt am Handy erstellen und muss ich nicht einmal ausdrucken. Ist der Empfänger nicht zu Hause bei der Zustellung, wird das Paket in einem Hermes-PaketShop abgegeben und kann hier abgeholt werden. Hermes bietet dabei aber bis zu vier Zustellversuche an.

Die Pakete bei Hermes sind alle versichert, bis zu einem Warenwert von 500 Euro. Das günstigste Paket kostet 3,89 Euro. Auch der internationale Versand ist bei Hermes relativ günstig. Hier werden nach Österreich für ein S-Paket beispielsweise 13,79 Euro berechnet.

DPD – unterschätzter Konkurrenz von DHL

Immer häufiger sind die Fahrzeuge und Auslieferer von DPD auf der Straße zu sehen. Der Anbieter verfügt über ein eigenes Transportnetz und bietet die Auslieferung in insgesamt 40 Länder an. Alle weitere Länder werden über Partner-Paketdienste beliefert. Die Laufzeit beträgt, ebenso wie bei DHL, meist nur einen bis zwei Tage. DPD arbeitet mit Paketankündigungen und ermöglicht es somit dem Empfänger, bei der Ankunft des Paketes zu Hause zu sein. Aber auch Shop2Shop sowie die Abholung in einem der 5.000 Partnershops ist möglich. DPD nutzt drei Zustellversuche, bevor die Pakete in den Shop gegeben werden.

Der Versand mit DPD ist bereits ab einem Preis von 3,90 Euro möglich. Eine Haftung erfolgt bis zu einem Betrag in Höhe von 520 Euro. Die Reklamation muss dafür direkt beim Zusteller erfolgen.

Botin mit Paket

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GLS – europaweiter Versand zu günstigen Preisen

Auch GLS reiht sich mit in das Angebot der Versandunternehmen ein. Der Anbieter arbeitet mit einem eigenen Transportnetz sowie verschiedenen Subunternehmern zusammen und beliefert in Europa 40 Länder. Eine Erstellung der Paketscheine ist online möglich, die Pakete kosten ab 3,79 Euro aufwärts. Bei GLS erfolgt die Zustellung nur von Montag bis Freitag. Wer nicht erreichbar ist, hat die Chance bei einem zweiten Zustellversuch. Anschließend kann die Lieferung in einem der Paketshops abgeholt werden. Hiervon sind deutschlandweit 6.000 vorhanden.

GLS bietet die mit Abstand höchste Haftung. Bis zu 750 können ersetzt werden, wenn die Reklamation direkt beim Zusteller erfolgt.

UPS – weltweiter Versand bei geringen Laufzeiten

UPS ist im Versandkostenvergleich relativ weit hinten auf der Liste. Der Grund hierfür ist, dass die Pakete ab 7 Euro aufwärts kosten. Der Anbieter hat dabei durchschnittliche Laufzeiten von nur einem Tag innerhalb von Deutschland. Der Versand ist weltweit in 200 Länder möglich. Das Paket wird durch den Fahrer selbst abgeholt, Shops stehen nur sehr wenige zur Verfügung. Die Zustellung erfolgt nur von Montag bis Freitag. UPS macht Nachbarschaftszustellung nur dann, wenn eine Vollmacht durch den Kunden vorliegt.

Sparen bei den Versandkosten – auf Gewicht und Größe kommt es an

Gerade bei DHL lassen sich teilweise deutliche Beträge sparen, wenn auf Gewicht und Größe der Kartons geachtet wird. Bei Hermes dagegen spielt das Gewicht eine untergeordnete Rolle. Hier ist es auch kein Problem, wenn das S-Päckchen mehr wiegt. Es kommt lediglich auf die Größe an.

Grundsätzlich kann es eine gute Idee sein, nach den Online-Preisen zu schauen. Die meisten Versandunternehmen bieten die Möglichkeit, online bereits den Versandaufkleber zu drucken und teilweise hier auch zu zahlen. Das reduziert die Kosten für ein Paket teilweise um ein paar Cent. Gerade dann, wenn häufig viele Pakete verschickt werden, lohnt sich der Aufwand durchaus. Zudem verkürzt es die Wartezeiten bei der Annahmestelle. Nach wie vor ist es aber auch möglich, Paketscheine von Hand auszufüllen und diese auf die Pakete zu kleben oder in Lieferscheintaschen zu verstauen. Bei DHL, sowie bei Hermes gibt es vorgefertigte Aufkleber für die Pakete.